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Systemische Aufstellungen

Eine Aufstellung ist ein ideales Mittel um die eigenen Systeme, in denen wir uns bewegen, zu durchschauen und diese in Ordnung zu bringen. Dabei werden Beziehungen zwischen den einzelnen Systemteilnehmern sichtbar.

Eine Aufstellung können wir für Probleme in unserer Familie, unserem Arbeitsteam oder auch für scheinbar so abstrakte Dinge wie Krankheiten, Unfälle und andere Themen benutzen.

Jeder von uns bewegt sich in unterschiedlichen Systemen. Die meisten von uns kennen z.B. Ökosysteme. Die kennen wir aus der Natur. Aber auch wir befinden uns in ähnlichen Systemen. Jedes System ist darauf ausgelegt sich selbst auszugleichen. Das heißt, wenn irgendwo eine Störung im System auftritt, gibt es an einer anderen Stelle eine Auswirkung, die für das Gleichgewicht sorgt. Systeme sind extrem veränderbar, da jedes Systembestandteil mit jedem anderen zusammenhängt. Somit hat jeder Systemteilnehmer eine mehr oder weniger starke Wirkung auf jeden anderen. Das wiederum bedeutet, dass wenn sich ein Systemteilnehmer verändert, sich automatisch alle anderen auch ändern müssen.  Geschieht dies nicht, kommt es zu Blockaden. Diese Blockaden machen uns manchmal das Leben schwer.

Eine gestörte Ordnung im System können wir an wiederkehrenden Mustern in unserem Leben erkennen. Das System verlangt nach einem Ausgleich. Oft versucht das System einen Ausgleich an der flexibelsten oder sensibelsten Stelle zu bewirken. Die flexibelsten oder sensibelsten sind meistens Kinder oder feinfühlige Menschen z.B. in einer Familie. Diese übernehmen oft unbewußt Schicksalsschläge oder deren Auswirkungen von früheren Familienmitgliedern. Wir sprechen hier auch von Verstrickungen. Auch Ereignisse in der Familiengeschichte, die verschwiegen oder vergessen wurden oder Familienmitglieder, die nicht geachtet werden, wirken noch im System.

Aber nicht nur in Familien können wir diese Zusammenhänge beobachten. Auch in Firmen gibt es Wirkungen der Beteiligten aufeinander. So können z.B. Mitarbeiter die längst aus der Firma ausgetreten sind, noch eine Wirkung auf das System haben. Wird dies nicht berücksichtigt, kann das zu Beeinträchtigungen der übrigen noch vorhandenen Mitarbeiter und Führungskräfte führen.

Mit einer Aufstellung können wir diese Systeme wieder in Ordnung bringen. Dabei sind kleine Interventionen oft schon ausreichend um eine Änderung zu bewirken. Die Idee dahinter ist: Wir können nicht die Menschen um uns herum ändern sondern nur uns. Wenn wir uns entwickeln, wird unser Umfeld darauf reagieren. Kommt unser eigenes System in Ordnung, gibt es keinen Anlass für das bisherige Muster weiter zu wirken. Wir können also unsere Muster als Hinweise betrachten, auf die wir achten dürfen um sie aufzulösen.

Aufstellungen sind im Sinne von Selbsterfahrungen wahrzunehmen. Sie ersetzen weder die Behandlung durch einen Arzt, noch druch einen Psychotherapeuten.